Stadtschreiber
Boks, Aron (2026)
Aron Boks wurde 1997 in Wernigerode geboren. Er begann ein Studium an der Freien Universität Berlin und lebt heute als Autor, Slam-Poet und Moderator in Berlin-Charlottenburg. Seine ersten Auftritte als Poetry Slammer hatte Boks in Sachsen-Anhalt und auch in Halle. 2019 wurde er mit dem Klopstock-Förderpreis für Neue Literatur ausgezeichnet.
Ab dem Jahr 2021 beginnt Boks vor allem Journalismus und Literatur zu verbinden. Er schreibt für Zeitungen und Magazine und nähert sich in einer Reportage seinem Urgroßonkel Willi Sitte, dem Künstler und Funktionär, den er selbst nie kennengelernt hat. Daraus entsteht das Buch Nackt in die DDR (HarperCollins, 2023) bei dem Boks den Lebensspuren seines Verwandten nachgeht und erforscht, was die deutsch-deutsche Geschichte für seine eigene Generation bedeutet. Das Buch fand große mediale Beachtung. Sein jüngstes Werk Starkstromzeit. Vom Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt (2025) führt diese Auseinandersetzung fort und erzählt eine persönliche, ungewöhnliche Geschichte der DDR – über Konsum, Design und die Leuchtkraft vergangener Dinge.
Seit 2021 schreibt Aron Boks regelmäßig für die taz und die Kolumne Stimme meiner Generation bei taz.FUTURZWEI. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit moderiert er literarische Gesprächsreihen, in denen Nachwendekinder aus Ost- und Westdeutschland über Geschichte und Identität im vereinten Deutschland diskutieren. Er ist Gründungsmitglied des PEN Berlin und gemeinsam mit dem Musiker Jonathan Schmitz Begründer der Band Das zappelnde Tanzorchester.
Aron Boks gehört zu den literarischen Stimmen, die sich poetisch mit Herkunft, Identität und Erinnerung im vereinten Deutschland auseinandersetzen.
Weiterführende Links
Publikationen (Auswahl)
- Dieses Zimmer ist bereits besetzt, Unsichtbar Verlag, 2019
- Luft nach Unten, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 2019
- Nackt in die DDR. Mein Urgroßonkel Willi Sitte und was die ganze Geschichte mit mir zu tun hat, HarperCollins, 2023
- Starkstromzeit. Vom Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt, HarperCollins, 2025
Stipendien, Auszeichnungen
- 2016 U20 Poetry Slam Landesmeister Magdeburg
- 2016 Poetry Slam Stadtmeister Magdeburg
- 2019 Klopstock-Förderpreis für Neue Literatur, Land Sachsen-Anhalt
- 2023 Aufenthaltsstipendium, Künstlerstadt Kalbe (Milde)
- 2025 Max-Kade Writer in Residence, Lafayette College, Easton (PA), USA
Beruf/Funktion
Autor, Slam-Poet und Moderator
Stadtschreiber in Halle
2026
Geburtsjahr
1997
Geburtsort
Wernigerode