(halle.de/ps) Eine Ausstellung zur „Flora Irkutiensis“ der Internationalen Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft ist noch bis zum 14. August 2026 in der ersten Etage des Ratshofs zu sehen. Die Schau gibt Einblicke in die Forschung von Georg Wilhelm Steller (1709 bis 1746), der auf dem Weg von Moskau zum Pazifik eine Exkursion zum Baikalsee und in die umgebenden Gegenden unternahm. Die „Flora Irkutiensis“ – ein Pflanzenverzeichnis des Baikalgebietes, verfasste Steller 1739 in Irkutsk.
Georg Wilhelm Steller studierte von 1731 bis 1734 in Halle Theologie und Medizin. Seinen Lebensunterhalt verdiente er u.a. als studentischer Lehrer in Franckes Waisenhaus. Die naturwissenschaftliche Ausbildung an der Friedrichs-Universität in Halle unter seinem Lehrer Friedrich Hoffmann einerseits und die europäischen Netzwerke von August Hermann Francke und der Universität andererseits, befähigten Steller zur Teilnahme an der Zweiten Kamtschatka-Expedition (1733 bis 1743).