(halle.de/ps) Zum ersten „Werkstattgespräch“ im Rahmen der neuen Sonderausstellung „Reinhard Heydrich – Karriere und Gewalt“, lädt das Stadtmuseum Halle am Sonntag, 15. Februar 2026, 15 Uhr, ein. Die neue Reihe der „Gespräche“ ist Teil der „Werkstattausstellung Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“, mit der das Museum die Heydrich-Ausstellung des Berliner Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“ begleitet. Im Werkstattgespräch „Familie, Antisemitismus, Revolution – Die Jugend Reinhard Heydrichs“ geht es am Sonntag um die Jugend des NS-Verbrechers und sein Aufwachsen im Umfeld von Halle (Saale). Norbert Böhnke vom Stadtmuseum gibt Einblicke in aktuelle Forschungen. Anhand von Quellen und Beispielen wird gezeigt, wie Antisemitismus, revolutionäre Bewegungen und persönliche Erfahrungen in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wirkten – und warum sich ein genauer Blick auf diese Phase lohnt. Das Werkstattgespräch lädt zum Mitdenken, Nachfragen und Diskutieren ein. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Dennoch freut sich das Ausstellungsteam über Hinweise: Wer kann etwas beitragen zur Jugendzeit von Reinhard Heydrich?
Im Fokus der Werkstattausstellung „Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“ stehen drei Themeninseln, die den lokalen Blick auf Heydrich, die NS-Zeit und die Erinnerungskultur öffnen und vertiefen: „Heydrichs Jugend in Halle – Seine Familie, der Antisemitismus und die Revolution“, „Nationalsozialismus vor Ort – Alltag, Widerstand, Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung, Zwangsarbeit, Euthanasie“ sowie „Erinnerungskultur – Zwischen Verdrängung, Auseinandersetzung und Neubewertung: Attentat auf Heydrich/ Lidice und Prague Fatale.“