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    Ausstellung zu NS-Verbrecher Heydrich: Stadtmuseum lädt zu Werkstattgespräch zum Euthanasie-Programm ein

    (halle.de/ps) Zum 2. Werkstattgespräch im Begleitprogramms der Sonderausstellungen „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“ und „Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“ lädt das Stadtmuseum Halle am Sonntag, 8. März 2026, 15 Uhr, in das Museum, Große Märkerstraße 10, ein. Im Werkstattgespräch ist der hallesche Arzt Horst Schumann und das Euthanasie-Programm im Nationalsozialismus Thema. Durch das Gespräch führt Dr. Maik Evers, Mitglied des Kuratorenteams am Stadtmuseum. Nach einer kurzen Einführung können die Besucherinnen und Besucher Objekte und Dokumente, ihre Geschichten und ihre Bedeutung gemeinsam mit ihm erkunden.

    Im Mittelpunkt des Werkstattgesprächs steht der hallesche Arzt Dr. Horst Schumann, der aktiv an den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Maßnahmen beteiligt war. Am Beispiel seiner Biografie wird der Lebensweg eines Mediziners – nach seiner Verbindung zur Euthanasie und ethische Zweifel – beleuchtet. Die Folgen seines Handelns werden am Beispiel der Opferbiografien erzählt. Im Nationalsozialismus (1933–1945) galten Menschen mit geistigen, seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen als „lebensunwert“. Mehr als 350.000 Frauen und Männer wurden zwangssterilisiert, viele starben an den Folgen der Eingriffe. Im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“-Programme wurden über 300.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene systematisch ermordet.

    Hinweis:
    Für Schülergruppen ist das Angebot zu Horst Schumann in erweiterter Form auch als dreistündiges Vermittlungsformat zu einem Wunsch-Termin buchbar. Weitere Informationen dazu unter https://stadtmuseumhalle.de/reinhard-heydrich-karriere-und-gewalt-buchbare-angebote

    Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 7 und ermäßigt 5 Euro. Die Sonderausstellungen „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“ und „Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“ sind im Stadtmuseum Halle bis zum 10. Mai zu sehen ist.