(halle.de/ps) Zu einem besonderen Wiedersehen kommt es beim 2. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Halle am 11. und 12. Oktober 2026 in der Händel-HALLE: Der Dirigent Prof. Dr. Hartmut Haenchen kehrt nach Halle zurück und leitet beide Konzerte.
Aus Anlass der Neugründung der Staatskapelle Halle war 2006 das Werk »Hallelujah 2006« komponiert worden, eine festliche und zugleich kraftvolle Ouvertüre von Siegfried Matthus, die für Neuanfang und Aufbruch steht. Die Uraufführung leitete damals Hartmut Haenchen. Zum 20-jährigen Jubiläum bringt die Staatskapelle das Werk nun abermals unter Haenchens musikalischer Leitung zur Aufführung, womit sich ein großer musikalischer Kreis in der Geschichte des Orchesters schließt.
Den 2. Teil des Konzerts bildet Dmitri Schostakowitschs 8. Sinfonie, ein Werk von ganz anderer, existenzieller Dimension. Entstanden im Sommer 1943, unter den bedrückenden Bedingungen von Krieg und politischer Repression, erwarteten die sowjetischen Machthaber von Schostakowitsch nach dem großen Erfolg der vorangegangenen 7. Sinfonie eine weitere triumphale »Siegessinfonie«. Der Komponist entzog sich jedoch einer propagandistischen Vereinnahmung und schuf stattdessen ein schonungsloses, universales Klangbild, das die Opfer aller Gewalt betrauert und die Sehnsucht nach Freiheit beschwört. Die ganz persönliche Bedeutung dieses Werkes für Hartmut Haenchen reicht dabei bis zu einer Begegnung mit Schostakowitsch selbst zurück: Bei der Erarbeitung der 8. Sinfonie mit dem Uraufführungsdirigenten Jewgeni Mrawinski hatte Haenchen den Komponisten getroffen und ihn zu seinem Werk befragt. Schostakowitschs ermutigende Antwort an Haenchen lautete damals schlicht: »Sie machen das schon.«
Termine: So, 11.10.2026 | 11:00 Uhr | Händel HALLE Mo, 12.10.2026 | 19:30 Uhr | Händel HALLE Konzerteinführung jeweils 45 min. vor Beginn