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    Bilanz Händel-Festspiele Halle 2026 positiv - Auslastung deutlich gestiegen

    (halle.de/ps) Die Händel-Festspiele Halle 2026 sind mit einer Auslastung von 89 Prozent zu Ende gegangen. Damit übertrifft Sachsen-Anhalts größtes Musikfestival den Vorjahreswert von 75 Prozent deutlich. Insgesamt besuchten gut 52.000 Besucherinnen und Besucher die über 80 Veranstaltungen vom 5. bis 14. Juni in Halle (Saale) und der Region.

    „Wir sind überwältigt von der vielfältigen positiven Resonanz. Die Händel-Festspiele 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Händels Musik heute sein kann – und wie anschlussfähig die Themen sind, die bereits Händel und seine Zeitgenossen beschäftigten. Der große Zuspruch des Publikums bestärkt uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“, sagt Festspiel-Intendant Florian Amort.

    Unter dem Motto „Mannsbilder. Helden, Herrscher, Herzensbrecher“ widmeten sich die Händel-Festspiele 2026 Fragen um Macht, Männlichkeit und Rollenbilder. Im Zentrum des umfangreichen Opernprogramms stand die Neuinszenierung von Rinaldo von Walter Sutcliffe an der Oper Halle. Das Programm spannte einen Bogen von Opern, Oratorien und Konzerten über wissenschaftliche Diskurse bis hin zu neuen und vielfältigen kostenfreien Formaten für unterschiedliche Zielgruppen. 

    Zu den künstlerischen Höhepunkten zählten unter anderem Konzerte mit Magdalena Kožená, Bruno de Sá, Valer Sabadus und dem Händel-Preisträger 2026 René Jacobs. Mit rund 1.300 Mitwirkenden aus aller Welt bestätigten die Händel-Festspiele ihre internationale Bedeutung als Festival der Alten Musik.

    Drei neue Programmsparten – Händel NOW, Händel NEXT und Händel LAB – erweiterten das künstlerische Spektrum spürbar und eröffneten zusätzliche Zugänge für unterschiedliche Publikumsgruppen.
    Während Händel NOW von Kinoabenden bis Open-Air-Konzerten Musik in die ganze Stadt brachte, richtete sich Händel NEXT gezielt an Kinder, Jugendliche und Familien. Händel LAB schuf Raum für Experimente und Diskurse. Große Resonanz erfuhren dabei Projekte wie die Fashion Show Barock & Proud, die Playmobil-Oper Rodelindas Sohn, die elektroakustische Performance Young Handel Dreaming sowie zahlreiche weitere spartenübergreifende Projekte.

    Besonders sichtbar wurde die neue Publikumsansprache auch beim Weinfest "In Händel veritas – Musik und Wein für (H)alle" mit umfangreichen Bühnenprogramm am Eröffnungswochenende. 

    Einen weiteren Höhepunkt bildete das neu konzipierte Open-Air-Format BRIDGES 2026 am Abschlusswochenende in der Galgenbergschlucht. Rund 3.000 Besucherinnen und Besucher erlebten hier ein abwechslungsreiches Programm zwischen Barockmusik, Punk, elektronischer Musik und orchestralen Klangwelten. Bonaparte und Super Flu mit dem Universitätschor Halle, der Staatskapelle Halle – und Valer Sabadus als erster Händel-Preisträger in der Galgenbergschlucht: Damit konnte die Besucherzahl des Vorjahresformats deutlich gesteigert werden.

    Das diesjährige Motto wirkt über das Festival hinaus weiter: Die Sonderausstellung „Mannsbilder. Too hot to Händel?“ ist noch bis Oktober 2027 im Händel-Haus zu sehen. Zudem erschien im Mitteldeutschen Verlag der Band „Mannsbilder. Helden, Herrscher, Herzensbrecher“, in dem acht Autorinnen und Autoren das Festspielmotto literarisch reflektieren.

    Die nächsten Händel-Festspiele Halle finden vom 3. bis 13. Juni 2027 statt. Unter dem Motto „Einsamkeit. Am I myself alone?“ greifen die Festspiele erneut ein gesellschaftlich aktuelles Thema auf und beschäftigen sich mit vielfältigen Erscheinungsformen von Einsamkeit in Vergangenheit und Gegenwart. Zugleich fragen sie nach Möglichkeiten, über die Kraft der Musik Menschen in Verbindung zu bringen.