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    Das Wirken der DDR-Geheimpolizei vor Ort Archivführung im Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Halle

    (halle.de/ps) Mehr als sieben Aktenkilometer, darunter 2,6 Millionen Karteikarten sowie zahlreiche Fotos und umfangreiches audiovisuelles Material, gehören zum Bestand des Bundesarchivs - Stasi-Unterlagen-Archivs in Halle. Dieses Archivgut dokumentiert das Wirken und die Arbeitsweise der Staatssicherheit, zeugt aber auch von der Zivilcourage mutiger DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürger. 

    Am Dienstag, 13. Oktober 2026, 17 Uhr, öffnet das Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Halle, Blücherstraße 2, seine Türen. Im Rahmen der Archivführung am Dienstag, 13. Oktober 2026, besteht die Möglichkeit, sich ei-nen Eindruck von den Überlieferungen der Stasi im ehemaligen Bezirk Halle zu verschaffen und sich über die geheimpolizeiliche Arbeit in der Region zu informieren.

    Die Dauerausstellung "Entschlüsselte Macht" informiert mit zahlreichen Exponaten und Tafeln über die Überwachungs-, Manipulations- und Verfolgungsmethoden in der SED-Diktatur. Ergänzend hierzu wird die Ausstellung "Alles Wissen Wollen" (herausgegeben vom Bundesarchiv) gezeigt. Sie ist das Resultat einer gleichnamigen Wanderausstellung, die anhand von 21 Objekten über Ideologie, Struktur und Methoden der Stasi informiert. In Plakatform ist diese nun einem breiteren Publikum zugänglich und bietet analog zur Originalausstellung die Möglichkeit, über QR-Codes einen vertiefenden Einblick zu einzelnen Dokumenten zu erhalten.

    Anlässlich des 80. Jahrestages der Zwangsvereinigung von SPD und KPD im April 1946 ist zudem die Plakat-Ausstellung "Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR" (herausgegeben von der Bundesstiftung Aufarbeitung) zu sehen. Sie zeigt auf 20 Tafeln, wie tief die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) in das Leben der Menschen eingriff, welcher Herrschaftsinstrumente sie sich bediente und wie sie ihr Machtmonopol mit Hilfe von Polizei, Justiz und Staatssicherheit absicherte. Die Ausstellungstexte von Autor Stefan Wolle werden durch zahlreiche Fotos, Faksimiles und Infografiken veranschaulicht. QR-Codes, über die zusätzliche audiovisuelle Begleitmaterialien im Internet abrufbar sind, komplettieren die Darstellung.

    Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Hierfür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich. 

    Die Teilnehmerzahl der Führung ist begrenzt. Es wird um telefonische Anmeldung unter 030 18665-2711 oder per E-Mail über halle.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de gebeten.