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    Denkmal für Matthias Grünewald am Mühlberg ist wieder komplett

    (halle.de/ps) Seit 1989 steht die von Bildhauer Gerhard Geyer geschaffene Plastik Matthias Grünewalds in Erinnerung an den bedeutenden Renaissance-Maler und -Grafiker am Mühlberg. Im vergangenen Jahr wurde festgestellt, dass die Tafel am Sockel des Denkmals fehlte, die Stadt erstattete Anzeige wegen Diebstahls. Da die Tafel wesentlich zum Gesamteindruck des Kunstwerks beiträgt, wurde sie jetzt im Auftrag der Stadt durch den Bildhauer Steffen Ahrens, der an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein studiert hat, nachgeformt und neu gegossen. Die Arbeiten kosteten rund 2.500 Euro und wurden aus städtischen Eigenmitteln bezahlt.

    Zusätzlich zu der ergänzten Tafel hat die Stadt neben dem Sockel ein Schild mit QR-Code angebracht. Darüber gelangt man auf die Plattform „Kunstspaziergang“. Dort können Interessierte mehr über die Plastik und weitere Kunstwerke im öffentlichen Raum erfahren.

    Geschaffen wurde die Plastik von Gerhard Geyer (1907 bis 1989), der von 1930 bis 33 bei Gustav Weidanz an der Burg Giebichenstein Bildhauerei studierte. Er stellte den Maler als König mit den Insignien Pinsel und Palette dar. Neben Gerhard Geyers Darstellung von Grünewald am Schlossberg, befindet sich eine wesentlich ältere Darstellung des Künstlers an der Ulrichkirche. Diese entstand bereits 1957 und ist an die Form einer Historischen Grabplatte angelehnt. Matthias Grünewald hat unter Kardinal Albrecht in Halle als oberster Baubeamter gearbeitet und starb hier vermutlich 1528. Vor allem ist er für sein Hauptwerk den Isenheimer Altar bekannt und berühmt.