(halle.de/ps) Mit der Veranstaltung „Young Handel Dreaming“ im Planetarium Halle starten die Händel-Festspiele am Freitag, 12. Juni, 21.30 Uhr ihre neue Plattform „Händel LAB“ für künstlerische Experimente und zeitgenössische Auseinandersetzung mit Händel. Ausgehend von einem fiktiven Tagebuch Händels, dessen fragmentarische Texte mit experimentellen musikalischen Skizzen verschmelzen, hat das Künstlerkollektiv Guricht aus Halle (Saale) und Berlin – angeführt von Ralf Wendt und Thies Streifinger – eine Performance entwickelt, die das Gefühl vermittelt, die Besucher seien Teil des Geschehens. Im Fokus steht kein historisch belegtes Porträt des Komponisten, sondern ein künstlerisch imaginiertes „Manns-Selbstbild“ des jungen Händel. Die Inszenierung nutzt die speziellen Möglichkeiten des Planetariums: Surround-Sound, räumliche Dynamik und Live-Projektionen verbinden sich. Die visuelle Ebene entsteht dabei in Echtzeit (Burghard Vogel) und tritt in einen direkten Dialog mit Klang und Text. Mithilfe eines ungewöhnlichen Instrumentariums wurde eine Komposition entwickelt, die Händel als jungen Künstler zeigt und die ästhetischen sowie technischen Grenzen klassischer Aufführungsformate erweitert.
Die neue Plattform „Händel LAB“ für künstlerische Experimente und zeitgenössische Auseinandersetzung mit Händel soll in den kommenden Jahren weitergeführt werden und richtet sich vor allem an ein junges Publikum. Das Planetarium ist hierfür mit seiner modernen Technik und seinem besonderen Aufführungsraum ein vielseitiger und über den Sternenhimmel hinaus spannender Ort.