(halle.de/ps) An die Opfer des antisemitisch und rassistisch motivierten Terroranschlags am 9. Oktober 2019 erinnert die Stadt Halle (Saale) am Freitag, 9. Oktober 2026. Stadt, die Jüdische Gemeinde zu Halle und der Evangelische Kirchenkreis Halle-Saalkreis wollen am siebten Jahrestag des Attentats die Erinnerung an die Opfer wachhalten und ein Zeichen gegen Antisemitismus und für mehr Solidarität setzen.
Bereits vormittags wird die Stadt an beiden Gedenktafeln an den Anschlagorten, vor der Synagoge, Humboldtstraße 52, und in der Ludwig-Wucherer-Straße 12, Kränze niederlegen. Alle Hallenserinnen und Hallenser und Gäste sind eingeladen, dort innezuhalten, Blumen niederzulegen oder Kerzen anzuzünden.
An der Synagoge spricht 12 Uhr Max Privorozki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale), Gedenkworte; nach einer Schweigeminute um 12.03 Uhr, dem Zeitpunkt der ersten tödlichen Schüsse, können am Denkmal „Neun-Zehn-Neunzehn“ im Hof der Synagoge Steine abgelegt werden. Die Beigeordnete für Kultur und Sport, Dr. Judith Marquardt, nimmt an dem Gedenken teil.
Stadtweit werden um 12.03 Uhr auch in diesem Jahr die Kirchenglocken läuten. Die Hallesche Verkehrs-AG lässt ihre Fahrzeuge am nächsten geeigneten Abstellpunkt stoppen und mittels Durchsagen in den Fahrzeugen und Haltestellen zum Anschlagsgedenken informieren.
Zu einer öffentliche Gedenkveranstaltung und einer Andacht mit Superintendentin Dr. Ute Niethammer laden um 17 Uhr die Stadt und der Evangelische Kirchenkreis Halle-Saalkreis am Geoskop auf dem Marktplatz ein. Für die Stadthält Bürgermeister Egbert Geier eine Gedenkrede. Es wird ein Gebet auf Deutsch und Hebräisch gesprochen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, Kerzen zum anschließenden gemeinsamen Entzünden mitzubringen.