(halle.de/ps) Zum letzten Werkstattgespräch im Begleitprogramm der Sonderausstellungen „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“ und „Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“ lädt das Stadtmuseum Halle am Sonntag, 26. April 2026, 15 Uhr, in das Museum, Große Märkerstraße 10, ein. In einem interaktiven Ausstellungsrundgang durch „Spuren in Halle“ erörtert Kuratorin Kristin Land anhand von Bildern und Objekten den Einfluss des Nationalsozialismus auf Kinder und Jugendliche in Halle (Saale) – etwa durch Jungvolk, Hitlerjugend und Reichsarbeitsdienst. Bildanalysen, Diskussionen und eine Mitmach-Wand laden dazu ein, eigene Gedanken einzubringen: Was machte die Jugendorganisationen attraktiv? Und wie gehen wir heute mit NS-Objekten um?
Das Thema „Widerstand“ wird am Beispiel von Otto Herrmann aufgegriffen, der zur gleichen Zeit wie Reinhard Heydrich in Halle aufwuchs, aber im Gegensatz zu Heydrich, dem „Organisator des Holocaust“, jüdischen Mitgefangenen das Leben rettete und als einziger Hallenser in Yad Vashem als „Gerechter unter den Völker“ geehrt wird.
Die Teilnahme kostet (mit Museumseintritt) 7, ermäßigt 5 Euro. Die Ausstellungen zu dem NS-Kriegsverbrecher und Hallenser Reinhard Heydrich sind noch bis 10. Mai 2026 im Stadtmuseum Halle zu sehen. Weitere Informationen zu den Ausstellungen hier.