(halle.de/ps) Das Housing-First-Projekt in Halle (Saale) hat sich erfolgreich etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Überwindung von Wohnungslosigkeit. Getragen wird es von engagierten Partnern, darunter die städtischen Wohnungsgesellschaften, die Evangelische Stadtmission Halle, der Internationale Bund als Träger für Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, das Jobcenter Halle und die Drogenberatungsstelle drobs Halle. Sie alle wirken im Bündnis „Wohnungslosigkeit überwinden“ mit.
Der hallesche Ansatz weckt auch das Interesse anderer Kommunen. So haben sich in dieser Woche der Housing-First-Projektverantwortliche der Stadt Halle (Saale), Sascha Scheler-Meschkat, und Aicha Tafzi, zuständig für die Wohnungslosenhilfe der Stadt Bernburg, ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Arbeitstreffens im Fachbereich Soziales der Stadt Halle (Saale) standen die organisatorische Ausgestaltung des Projekts, die Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen und Trägern der sozialen Arbeit sowie wirtschaftliche Effekte durch eine nachhaltige Wohnraumsicherung.
Das Housing-First-Prinzip setzt auf die unmittelbare und dauerhafte Bereitstellung von Wohnraum, ohne vorherige Bedingungen wie Therapie- oder Abstinenznachweise. Ergänzend wird eine bedarfsgerechte soziale Unterstützung angeboten, um eine langfristige Wohnstabilität zu sichern.
Das Projekt Housing First wurde im Jahr 2024 auf Anregung des Stadtrates in der Stadt Halle (Saale) implementiert. Ziel ist es, neue Wege in der Wohnungslosenhilfe zu erproben und dauerhaft zu verankern. Derzeit werden rund 30 Teilnehmende im Projekt betreut.