(halle.de/ps) Eine gemeinsame Notfallübung verschiedenster hallescher Kultureinrichtungen, die im Notfallverbund Halle (Saale) zusammengeschlossen sind, findet am Samstag, 19. September, im Stadtmuseum, Große Märkerstraße 10, statt. Ziel der Übung ist es, die bestehende Notfallplanung zu überprüfen, Abläufe zu trainieren und die Handlungssicherheit für den Ernstfall weiter zu stärken. Die Freiwillige Feuerwehr Trotha und Halles Berufsfeuerwehr unterstützen die Übung. Sie transportieren den seit 2014 bestehenden eigenen Notfallzug des Verbunds zum Stadtmuseum und bauen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Einrichtungen die technischen Geräte und Ausstattungsgegenstände zur Bewältigung von Katastrophenfällen auf. Während der Übung trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, in Schutzanzügen gewässertes Kulturgut zu bergen, reinigen, dokumentieren und es zu verpacken. Auf diese Weise werden die Abläufe für den Ernstfall realitätsnah geübt und gefestigt.
Der Notfallverbund Halle (Saale) wurde vor 14 Jahren gegründet. Auslöser waren unter anderem Unglücke wie der Brand der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar im Jahr 2004. Seither hat der Notfallverbund ein enges Netzwerk in Halle und mit Partnern in ganz Deutschland aufgebaut. Darüber hinaus besteht ein regelmäßiger fachlicher Austausch mit den Notfallverbünden in Magdeburg, Leipzig und im Landkreis Harz. Eine erste Bewährungsprobe war das Saalehochwasser 2013. Dank abgestimmter Notfallmaßnahmen konnten dabei wertvolle Kulturgüter gerettet werden.
Zum halleschen Notfallverbund gehören neben der Stadt Halle mit Stadtarchiv und Stadtmuseum unter anderem die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit Universitätsarchiv, Zentralmagazin der Naturwissenschaftlichen Sammlungen sowie Universitäts- und Landesbibliothek, die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, die Marienbibliothek, das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt mit dem Landesmuseum für Vorgeschichte, die Franckeschen Stiftungen, das Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv Halle (Saale), die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit Archiv und Bibliothek, die Stiftung Händel-Haus, das Archiv des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis, das Archiv der Evangelisch-reformierten Domgemeinde zu Halle, die Gedenkstätte Roter Ochse sowie die Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle.
Hinweis: Aufgrund der Notfallübung öffnet das Stadtmuseum Halle am Samstag, 19. September 2026, erst um 14.30 Uhr für den regulären Besucherverkehr. Die Kuratorenführung durch die Ausstellung „Reinhard Hentze. Freiheit im Blick. Fotografie 1981-1990“ mit John Palatini findet wie geplant um 15 Uhr statt.