(halle.de/ps) Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) setzt ein Zeichen für Weltoffenheit in der Wissenschaft: In ihrer neuen Internationalisierungsstrategie verankert die MLU die internationale Zusammenarbeit als zentrale Antwort auf die Herausforderungen der Zeit und als integralen Bestandteil ihres eigenen Selbstverständnisses. Der Akademische Senat beschloss das Strategie-Papier in seiner Sitzung am 10. Juni 2026.
"Mit dem Beschluss erhält die internationale Ausrichtung der Universität ein verbindliches strategisches Fundament. In einer Zeit, in der globale Herausforderungen nur grenzüberschreitend gelöst werden können, positioniert sich die MLU als verlässliche Akteurin in der weltweiten Wissensgesellschaft“, sagt Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker. Die MLU verstehe Internationalisierung als integrale Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche der Universität – von der Forschung über Studium und die Lehre bis hin zur Verwaltung – durchdringe.
Die Strategie löst die Internationalisierungsstrategie von 2011 ab. Sie ist eng mit dem aktuellen Hochschulentwicklungsplan der MLU verknüpft und sieht fünf zentrale Handlungsfelder vor:
- Internationaler Campus: Die MLU forciert den Ausbau eines zweisprachigen Campus (Deutsch und Englisch). Durch eine gelebte Willkommenskultur und interkulturelle Weiterbildungen sollen Begegnungsmöglichkeiten zwischen internationalen und lokalen Akteuren gefördert werden.
- Internationale Vielfalt: Ein Kernziel ist es, internationale Studierende und Forschende nicht nur für die MLU zu gewinnen, sondern sie langfristig an die Stadt Halle und das Land Sachsen-Anhalt zu binden. Hierbei sollen gezielt Bleibeperspektiven geschaffen werden.
- Internationale Sichtbarkeit: Die MLU verstärkt ihre Präsenz in weltweiten Wissenschaftsnetzwerken und schließt strategische Schwerpunktpartnerschaften. Sie schärft ihre internationalen Marketingmaßnahmen und ist künftig verstärkt auf internationalen Bildungsmessen vertreten.
- Internationale Mobilität: Die MLU fördert Auslandsaufenthalte für Studierende und Mitarbeitende systematisch. Sie strebt an – auch über entsprechende Programme –, den Anteil von Studierenden und Mitarbeitenden zu erhöhen, die Erfahrungen an internationalen Institutionen im Ausland sammeln.
- Strategische Steuerung: Die MLU versteht Internationalisierung als dynamischen Prozess, der kontinuierlich überprüft, angepasst und weiterentwickelt wird. Als dauerhafte und integrale Querschnittsaufgabe wird Internationalisierung in Abstimmung zwischen Rektorat, Gremien, Fakultäten und wissenschaftsunterstützenden Bereichen geplant und realisiert.
Die Internationalisierungsstrategie der MLU ist hier veröffentlicht: