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    Stadt eröffnet erstes Familienschulzentrum

    (halle.de/ps) Die Stadt Halle (Saale) hat an der Grundschule am Kirchteich ihr erstes Familienschulzentrum (FSZ) im Rahmen des Startchancen-Programms eröffnet. Bildungsminister Jan Riedel, die Beigeordnete für Bildung und Soziales der Stadt Halle (Saale), Katharina Brederlow, und Kerstin Lehner, Geschäftsführerin der Wübben Stiftung Bildung, weihten am heutigen Montag, 31. Augst 2026, das neue Familienschulzentrum gemeinsam mit der Schulgemeinschaft ein.

    Katharina Brederlow, Beigeordnete für Bildung und Soziales: „Familienschulzentren entwickeln Schulen zu zentralen Anlaufstellen für Kinder und ihre Familien. Sie bündeln Beratungs-, Bildungs- und Unterstützungsangebote, begleiten Familien bei Bildungsübergängen und vermitteln bei Bedarf an geeignete Fachstellen.“

    Nach dem Start an der Grundschule am Kirchteich wird das Konzept auf weitere Schulstandorte in Halle übertragen: FSZ sind auch an der Grundschule „Karl-Friedrich-Friesen“, der Grundschule Otfried Preußler, der Grundschule Am Heiderand, der Grundschule „Rosa Luxemburg“ und der Grundschule „August Hermann Francke“ vorgesehen.
    Darüber hinaus soll ein schulübergreifendes Angebot für die drei Schulen des entstehenden Lerncampus Kastanienallee aufgebaut werden. Dazu gehören die Grundschule Kastanienallee, die Gemeinschaftsschule Kastanienallee und das Christian-Wolff-Gymnasium. Auf diese Weise entstehen in unterschiedlichen Stadtteilen verlässliche Strukturen für Elternarbeit, Beratung und die Vernetzung der Schulen mit ihren jeweiligen Sozialräumen.

    Hintergrund und Partner:

    • Das Familienschulzentrum ist keine rechtlich eigenständige Einrichtung mit einem separaten Träger neben der Schule. Es ist an der jeweiligen Schule verankert und Bestandteil des Schulstandortes. Für die Koordination gibt es einen entsprechenden Arbeitsplatz bzw. ein Büro – vergleichbar mit anderen pädagogischen Funktionen oder der Schulsozialarbeit. Das FSZ wird vor allem durch seine Angebote, die Elternarbeit und die Vernetzung mit Partnern im Sozialraum sichtbar.
    • An jedem FSZ-Schulstandort ist eine Koordinatorin bzw. ein Koordinator vorgesehen. Diese Person arbeitet eng mit Schulleitung, Schulsozialarbeit, weiteren pädagogischen Fachkräften sowie kommunalen und freien Partnern zusammen. Es handelt sich um eine koordinierende Stelle, die vorhandene Akteure und Angebote stärker zusammenführt. Der Dienstort ist die jeweilige Startchancen-Schule.
    • Die Koordinationsstellen werden im Bereich des Landes Sachsen-Anhalt eingerichtet; die Stadt ist als Schulträger insbesondere bei der sozialräumlichen Vernetzung und bei den investiven Maßnahmen beteiligt.
    • Die inhaltliche Ausgestaltung vor Ort erfolgt durch die jeweilige Schule und die FSZ-Koordination entsprechend den Bedarfen der Kinder, Eltern und des jeweiligen Sozialraums. Das Bildungsministerium flankiert.
    • Als Partner fingiert die Wübben Stiftung Bildung. Sie ist eine private, operative Bildungsstiftung, die insbesondere Schulen in sozial herausfordernden Lagen begleitet. Das Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt hat mit der Stiftung 2025 eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Startchancen-Programms geschlossen. Ein Schwerpunkt dieser Kooperation ist der Aufbau der FSZ. Die Stiftung ist fachliche und prozessuale Partnerin des Landes, nicht Trägerin des halleschen Familienschulzentrums.