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    Stadtmuseum: Ausstellung über Obdachlosigkeit in Halle schließt Ende Mai / Mehr als 8000 Besucher

    (halle.de/ps) Die Ausstellung über Obdachlosigkeit in Halle endet im Stadtmuseum am Sonntag, 31. Mai 2026. Die Sonderschau mit dem Titel „tagsüber bin ich woanders (hier bin ich nur nachts) - Wohnungslosigkeit und unsicheres Wohnen in Halle” ist eine Kooperation zwischen dem Studiengang Kommunikationsdesign/Schwerpunkt Fotografie der Kunsthochschule Halle Burg Giebichenstein, der Evangelischen Stadtmission und dem Museum. Seit ihrer Eröffnung am 29. Januar hatte die Sonderschau mehr als 8.000 Besucherinnen und Besuchern.
    Jane Unger, Direktorin Stadtmuseum Halle: „Die Ausstellung stieß auf große Resonanz und hat unsere Erwartungen sogar übertroffen. Besonders freuen wir uns darüber, dass auch betroffene Menschen die Ausstellung besucht und die Angebote des Begleitprogramms wahrgenommen haben.”
    Heiko Wünsch, Abteilungsleiter Sozialberatung und Tagesaufenthalt Wärmestube: „Die Ausstellung war der Versuch, das Thema Wohnungslosigkeit in Halle sichtbarer zu machen. Dies ist gelungen. Insbesondere die Beteiligung von wohnungslosen Menschen, denen eine Plattform geboten wurde sich zu äußern und ihre aktuell prekäre Lebenssituation offen zu zeigen, hat viele Besucherinnen und Besucher berührt. Die vielen emotionalen Einträge im Gästebuch belegen dies.“

    Spenden in Höhe von 1.200 Euro
    Im Rahmen der Ausstellung wurden Spenden der Besucherinnen und Besucher in Höhe von 1.200,28 Euro gesammelt, die jetzt von der Museumsdirektorin an Heiko Wünsch von der Wärmestube der Evangelischen Stadtmission Halle e. V., übergeben wurden. Die Spenden fließen in den Notfallfonds der Wärmestube, der betroffenen Menschen direkt eine Sofort-Hilfe ermöglicht. Die Ausstellung konnte daneben noch weitere positive Effekte erzielen: Nach ihrer Eröffnung haben sich viele Menschen in der Wärmestube gemeldet, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Darüber hinaus wurden andere Studierende der BURG durch den Ausstellungsbesuch inspiriert und starten im Juni ein eigenes Projekt, bei dem es um Begegnungen im öffentlichen Raum gehen wird. Zudem wird die Ausstellung aufgrund mehrerer Anfragen als Wanderausstellung fortgesetzt. Sie kann nun deutschlandweit über die Wärmestube ausgeliehen werden.

    Neues Objekt für die Sammlung des Stadtmuseums
    Bei Spendenübergabe wurde ein Objekt aus der Wärmestube an das Stadtmuseum übergeben und in dessen Sammlung aufgenommen: ein Rucksack mit Isomatte eines ehemals wohnungslosen Menschen. Der Gegenstand steht dabei nicht nur sinnbildlich für das Überleben auf der Straße und die schwierigen Lebensumstände wohnungsloser Menschen, sondern erzählt auch eine Geschichte gelungener Integration zurück in die Gesellschaft.