(halle.de/ps) Das Stadtmuseum lädt am Sonntag, 30. August 2026, 15 Uhr, zur Kuratorenführung durch die Ausstellung „PURe VISIONEN. Kunststoffmöbel zwischen Ost und West“ ein. Ausgehend von der Wanderausstellung vertieft Kuratorin Kristin Land vom Stadtmuseum Halle den lokalen Blick und lädt dazu ein, die Geschichte von PUR in Halle zu entdecken.
Halle ist für die Entstehungsgeschichte ein besonders spannender Ort, denn hier trafen sich zwei Welten, die auf den ersten Blick nicht so recht zusammengehörten: die experimentelle Designkultur der BURG und die pragmatische Konsumgüterproduktion eines volkseigenen Betriebs (VEB). Im Mittelpunkt der Führung stehen PUR als Werkstoff der Zukunft, die Rolle der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein als Experimentierort mit Professor Rudolf Horn, bekannt auch als „Mister IKEA des Ostens“ und die enge Verbindung der Region zur Chemieindustrie. Anhand von zahlreichen Exponaten – von Möbeln und Konsumgütern bis hin zu Fotografien, Ansichtskarten und Broschüren – zeigt Kristin Land, wie eng Materialinnovation und Design, Industrie und Alltag in der DDR und in Halle miteinander verbunden waren.
Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.
„PURe VISIONEN. Kunststoffmöbel zwischen Ost und West“ ist eine Wanderausstellung des Kunstgewerbemuseums, Staatliche Kunstsammlungen Dresden und dem Museum Utopie und Alltag in Eisenhüttenstadt, in Halle (Saale) in Kooperation mit dem Stadtmuseum Halle. Die Ausstellung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, den Industriepark Lausitz und BASF Schwarzheide GmbH und unterstützt vom Deutschen Rundfunkarchiv.