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    Stadtmuseum: Podiumsgespräch mit Norbert Nachtweih über Repression und Überwachung im DDR-Fußball

    (halle.de/ps) Ein Podiumsgespräch mit dem Zeitzeugen Norbert Nachtweih über Repression und Überwachung von Fans und Spielern in der DDR findet am Freitag, 11. September, 18 Uhr, im Stadtmuseum, Große Märkerstraße 10, statt. Der Titel der Veranstaltung lautet: „Im Objektiv der Staatsmacht: DDR-Fußballfans und -spieler im Blick des MfS und der Volkspolizei.“ Nach einem einführenden Vortrag durch den Sporthistoriker Dr.   René Wiese diskutieren der ARD-Sportjournalist Andreas Käckell, der Sporthistoriker René Wiese, der Fußballfan Jens Fuge und der ehemalige Fußballer Norbert Nachtweih.

    Nachtweih spielte von 1971 bis 1976 für den HFC Chemie. In der zweiten Jahreshälfte 1976 absolvierte er vier Länderspiele der U-21-Auswahl. 1978 floh er gemeinsam mit Jürgen Pahl in die Bundesrepublik. Daraufhin wurde er von der FIFA mit der obligatorischen, rund ein Jahr währenden Spielsperre belegt. Obwohl Nachtweih zu den besten deutschen Fußballspielern der 1980er-Jahre gehörte, blieb ihm eine Karriere nach FIFA-Reglement in der A-Nationalmannschaft versagt, da er bereits Auswahlspiele für die DDR absolviert hatte. Zu Nachtweihs sportlichen Erfolgen zählen: Finalist im Europapokal der Landesmeister 1987 mit dem FC Bayern München; UEFA-Pokal-Sieger 1980 mit Eintracht Frankfurt; Deutscher Meister 1985, 1986, 1987, 1989 mit dem FC Bayern München; DFB-Pokal-Sieger 1981 mit Eintracht Frankfurt sowie 1984 und 1986 mit dem FC Bayern München.

    Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt. Der Eintritt ist frei. Um eine vorherige Anmeldung über info.magdeburg@fes.de oder per Onlineanmeldung wird gebeten. Sie findet im Rahmen der Open-Air-Wanderausstellung statt, die vom 15. September bis 30. Oktober vor der Konzerthalle Ulrichskirche in der Leipziger Straße zu sehen ist.