(halle.de/ps) Im Stadtmuseum Halle enden am 10. Mai 2026 die Sonderausstellungen „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“ und „Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“. Mit mehr als 5.000 Besucherinnen und Besuchern seit der Eröffnung am 12. Februar 2026 zieht das Stadtmuseum bereits jetzt eine positive Zwischenbilanz. So wurden die begleitenden Bildungs- und Vermittlungsangebote intensiv genutzt. Besonders das große Interesse von Schulklassen an den buchbaren Schulformaten „Warum Heydrich?“ und „Recht auf Leben? Der hallesche Arzt Dr. Horst Schumann und die Euthanasiemorde im Nationalsozialismus“ unterstreicht die Relevanz der präsentierten Themen über Reinhard Heydrich und die Zeit des Nationalsozialismus in Halle (Saale). Das Stadtmuseum begrüßte im Rahmen von Gruppenführungen auch ein diverses Fachpublikum, u.a. Polizei-Reviere aus Sachsen-Anhalt, Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Mitglieder der Leopoldina oder auch Fachärzte. Eine Führung mit Simultanübersetzung fand für russischsprachige Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Halle statt. Im Rahmen der Aufrufe zur Nachforschung von Zwangsarbeit in Halle (Saale) und zur Nachforschung von Euthanasie-Opfern sind erste Hinweise eingegangen, die aktuell geprüft werden. Die Hallenserinnen und Hallenser sind weiterhin eingeladen, ihre Geschichten zu erzählen.
In den verbleibenden zwei Wochen besteht weiterhin die Möglichkeit, Schulformate und Gruppenführungen zu buchen.
Zum 4. und letzten Werkstattgespräch im Begleitprogramm der Sonderausstellungen lädt das Museum am Sonntag, 26. April 2026, 15 Uhr, ein. In einem interaktiven Ausstellungsrundgang durch „Spuren in Halle“ erörtert Kuratorin Kristin Land anhand von Bildern und Objekten den Einfluss des Nationalsozialismus auf Kinder und Jugendliche in Halle (Saale). Das Thema „Widerstand“ wird am Beispiel von Otto Herrmann aufgegriffen, der zur gleichen Zeit wie Reinhard Heydrich in Halle aufwuchs, aber im Gegensatz zu Heydrich, dem „Organisator des Holocaust“, jüdischen Mitgefangenen das Leben rettete und als einziger Hallenser in Yad Vashem als „Gerechter unter den Völker“ geehrt wird. Die Teilnahme kostet (mit Museumseintritt) 7, ermäßigt 5 Euro. Die Ausstellungen zu dem NS-Kriegsverbrecher und Hallenser Reinhard Heydrich sind noch bis 10. Mai 2026 im Stadtmuseum Halle zu sehen.
Die Finissage der Ausstellungen findet im Rahmen der Museumsnacht Halle-Leipzig am Samstag, 9. Mai 2026 statt und bietet letztmalig um 20 Uhr und 22 Uhr öffentliche Kurzführungen durch die Ausstellungen an. Am Sonntag, 10. Mai 2026, haben Besucherinnen und Besucher die letzte Gelegenheit die Ausstellungen zu besuchen.
Weitere Informationen zu den Ausstellungen und Buchungen hier sowie zum Programm.
Letzte Exemplare der Publikation „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt / Career and Violence“ sind für 18 Euro im Museumsshop erhältlich. Das Stadtmuseum Halle, Große Märkerstraße 10, hat Mittwoch bis Sonntag/Feiertage von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5, ermäßigt 3 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.