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    Verbundprojekt zwischen Halle (Saale), Dessau-Roßlau und Magdeburg zur Integrierten Sozialplanung ist gestartet

    (halle.de/ps) Die Sozialbeigeordneten der drei kreisfreien Städte Dessau-Roßlau, Halle (Saale) und Magdeburg haben am heutigen Freitag, 20. März 2026, mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung den Grundstein für das neue Städte-Verbundprojekt „Menschen im Umfeld von Pflege unterstützen durch Integrierte Sozialplanung“ (MUvIS) gelegt. In den kommenden drei Jahren werden die drei Verbundpartner in dem vom Land Sachsen-Anhalt und den Pflegekassen geförderten Modellvorhaben gemeinsam an der Weiterentwicklung des Zugangs zu Pflege- und Unterstützungsangeboten sowie an einer bedarfsgerechten Integrierten Sozialplanung arbeiten. Erstmals arbeiten die drei kreisfreien Städte in dem mit rund 2 Mio. Euro geförderten Modellvorhaben gemeinsam an der Weiterentwicklung der kommunalen Pflegeinfrastruktur.

    Die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow: „Die kommunale Pflegeinfrastruktur weiter zu entwickeln, ist ein sehr wichtiges Thema für eine Gesellschaft, in der Pflege eine zunehmend größere Rolle spielt. Wir nutzen nun die Chance, gemeinsam mit den anderen zwei kreisfreien Städten, Magdeburg und Dessau-Roßlau, Instrumente und Maßnahmen zu entwickeln, die perspektivisch dem ganzen Bundesland zugutekommen.“

    Ziel von ist es, frühzeitig Versorgungsbedarfe festzustellen, Angebotslücken in den einzelnen Stadtteilen sichtbar zu machen, um auf dieser Grundlage gezielt Unterstützungsangebote für pflegebedürftige Menschen und ihrem Umfeld zu planen. Darüber hinaus werden im Rahmen des MUvIS in den drei Städten konkrete Maßnahmen umgesetzt, die Pflegebedürftigen und ihren Familien eine wohnortnahe Beratung ermöglichen und Hilfsangebote im Quartier stärker miteinander vernetzen. Die Stadt Halle (Saale) etwa erhält für ihr Projekt „Pflege & Pass-Mobil“ im Rahmen des Verbundprojekts rund 1,1 Mio. Euro. Mit dem Mobil wird ein sogenanntes „aufsuchendes Unterstützungsangebot“ für Menschen mit Pflegegrad oder Mobilitätseinschränkungen entwickelt. Ziel ist es, Pflegeberatung sowie Leistungen rund um Ausweise und Meldeangelegenheiten gemeinsam direkt in der eigenen Häuslichkeit, in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern anzubieten. Dadurch wird der Zugang zu wichtigen Angeboten der Stadt erleichtert und die gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig gestärkt.

    Neben der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch die Beigeordneten Katharina Brederlow, Eter Hachmann (Dessau-Roßlau), und Dr. Ingo Gottschalk (Magdeburg) hat am heutigen Freitag auch die konstituierende Sitzung der gemeinsamen Steuerungsgruppe mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus den drei kreisfreien Städten stattgefunden. Die ersten Schritte und Ergebnisse des Modellvorhabens werden im Rahmen der Verbundkonferenz im Herbst dieses Jahres in Magdeburg vorgestellt. Das Modellprojekt wird zudem wissenschaftlich begleitet.