(halle.de/ps) Zu Zeitzeugengespräch und Ausstellungsrundgang mit Thea Ilse in der Sonderausstellung „Reinhard Hentze: Freiheit im Blick. Fotografie 1981 bis 1990“ lädt das Stadtmuseum am Samstag, 24. Oktober 2026, 15 Uhr, in das Museum, Große Märkerstraße 10, ein. Gast-Kurator John Palatini moderiert das Gespräch von Reinhard Hentze und Thea Ilse. Die Pfarrerin engagierte sich im Herbst 1989 in der Vorbereitungsgruppe für die Organisation der ersten Bürgerversammlung in der Pauluskirche und bei den Montagsdemonstrationen. Sie war an der Gründung der ersten unabhängigen Zeitung Halles, „Das andere Blatt“, beteiligt, die bei den Montagsdemonstrationen verbreitet wurde. Im Mai 1990 kandidierte Thea Ilse für das Neue Forum zur Stadtverordnetenversammlung und wurde Stadträtin sowie Vorsitzende des Ausschusses „Korruption und Amtsmissbrauch“ und Vorsitzende der „Personalkommission Geisteswissenschaften der Martin-Luther-Universität im Rahmen der Hochschulerneuerung“. Von 2002 bis 2024 war Thea Ilse Pfarrerin und Seelsorgerin der Landespolizei Sachsen-Anhalt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 7, ermäßigt 5 Euro.
Im Format des Zeitzeugengesprächs des Stadtmuseums begegnet Reinhard Hentze im Rundgang durch die Sonderausstellung Menschen, die auf einigen seiner Fotografien als politische Akteure zu sehen sind. Gemeinsam betrachten und reflektieren sie die Bilder und blicken zurück in die Geschehnisse der Umbruchszeit von 1989/90 oder den Alltag in der späten DDR. So entsteht im Dialog von Fotografie, Erinnerung und heutiger Perspektive ein lebendiger Blick auf die jüngere Geschichte Halles – persönlich erzählt von den Menschen, die sie erlebt und mitgestaltet haben. Auch die Teilnehmenden des Rundgangs sind eingeladen, sich am Gespräch zu beteiligen.
Weiterer Termin am Donnerstag, 5. November, 17 Uhr: „Reinhard Hentze trifft Matthias Waschitschka“.