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    Zukunftskonzept „Region Halle“: Stadt Halle (Saale) und Saalekreis planen engere Kooperation

    (halle.de/ps) Die Stadt Halle (Saale) und der Saalekreis wollen ihre Partnerschaft intensivieren. Darauf verständigten sich Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt und der neue Landrat des Saalekreises, Sven Czekalla, der am heutigen Dienstag, 3. November 2026, Gast in Halle (Saale) war.

    Kommunale Aufgaben und Großprojekte sollen künftig konsequent über Grenzen hinweg gemeinsam gedacht, priorisiert und finanziert werden. Beide Politiker sehen nicht zuletzt enger werdende finanzielle Spielräume beider Gebietskörperschaften als Grund für die neue Strategie. 
     
    Die Kernbereiche der künftigen Zusammenarbeit:

    • Wirtschaft, Zuwanderung & Standortmarketing: Bündelung der Kräfte als Wirtschafts- und Touristikraum, der gemeinsam vermarktet wird. Hierbei können die Partner ihre jeweiligen Potenziale für Gewerbeansiedlungen (Saalekreis) sowie Forschung, Entwicklung und Kultur (Stadt Halle) einbringen. Dem demografischen Wandel und dem Arbeitskräftemangel soll durch gezielten Zuzug und qualifizierte Zuwanderung begegnet werden.
    • Mobilität & ÖPNV: Ausbau der Achsen zwischen Stadt und Landkreis. Im Gespräch sind eine engere Taktung der S-Bahn-Linie S11, die Aufwertung der Regionalbahn von Bernburg nach Halle zu einer S-Bahn (Vorteil für den nördlichen Saalekreis) sowie eine engere Vernetzung des flexiblen Rufbussystems „Saalekreis mobil“ mit dem halleschen Stadtgebiet.
    • Infrastruktur & Sicherheit: Umsetzung von Großprojekten wie einer gemeinsamen Leitstelle, dem lückenlosen Ausbau von Radwegen sowie wichtigen Straßenbauvorhaben. Hierzu zählt die Verlängerung der Europachaussee zur Entlastung der Merseburger Straße und zur besseren Anbindung des Gewerbegebiets Schkopau.

    Langfristig streben beide Verwaltungschefs eine grundlegende strukturelle Neuordnung an. Als Vorbilder für ein kompaktes und schlagkräftiges Auftreten könnten erfolgreiche Modelle wie die „Region Hannover“ oder die „Städteregion Aachen“ dienen. Als erste konkrete Schritte hin zu einer möglichen Anker-Marke wie beispielsweise „Region Halle“ sei die Gründung von Zweckverbänden denkbar. Dazu sei gleichwohl ein schrittweises und vertrauensbildendes Vorgehen über erfolgreiche Pilotprojekte notwendige Voraussetzung.