Zukunftszentrum: Stadt, Land und Bund geben gemeinsam Startschuss für den Umbau des Riebeckplatzes
(halle.de/ps) In Anwesenheit des Bundesfinanzministers Lars Klingbeil, der Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Lydia Hüskens und des Ministers für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Professor Armin Willingmann, hat die Stadt Halle (Saale) am heutigen Donnerstag, 20. August 2026, den Spatenstich für den Umbau des Riebeckplatzes gefeiert.
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt: „Dieser Tag markiert den Aufbruch unserer Stadt in die Zukunft. Denn mit dem Umbau des Riebeckplatzes beginnen nun auch sichtbar die Vorarbeiten für den Bau des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation und damit für den bedeutendsten städtebaulichen Impuls, den Halle (Saale) seit der Wende erlebt hat.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil: „Mit dem heutigen Spatenstich wird sichtbar: Das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation kommt. Hier am Riebeckplatz entsteht ein Ort, der die Erfahrungen der Menschen mit den Umbrüchen seit 1989 greifbar macht und zugleich den Blick nach vorn richtet. Das Zukunftszentrum wird Menschen zusammenbringen – zum Austausch darüber, was uns geprägt hat, was uns heute bewegt und wie wir unser Land gemeinsam gestalten können. Gerade in einer Zeit, in der wir erneut tiefgreifende Veränderungen erleben, ist das wichtiger denn je.“
Sachsen-Anhalts stellvertretender Ministerpräsident Prof. Dr. Armin Willingmann: „Das Zukunftszentrum Deutsche Einheit braucht einen Standort, der seiner bundesweiten Bedeutung gerecht wird. Deshalb geht es beim Umbau des Riebeckplatzes um weit mehr als die reine Neuordnung von Straßen und Brücken. Hier entsteht jetzt das Umfeld für ein Haus, das künftig Wissenschaft, Kultur und gesellschaftlichen Dialog zusammenbringen wird. Das mit seiner täglichen Arbeit Strahlkraft weit über Halle und Sachsen-Anhalt hinaus entwickeln wird. Ich freue mich sehr, dass mit dem heutigen Spatenstich zum Umbau des Riebeckplatzes die Realisierung des Zukunftszentrums näher rückt.“
Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt: „Mit unserer umfangreichen finanziellen Unterstützung haben wir der Saalestadt die notwendige Planungssicherheit für die bevorstehende Errichtung des Zukunftszentrums gegeben. Damit schaffen wir insbesondere die Voraussetzungen dafür, dass die Großvorhaben an den wichtigsten Verkehrsadern und im Umfeld des Riebeckplatzes Realität werden können. Hier entsteht Schritt für Schritt eine neue Stadtmitte, die Halle als Wissenschafts-, Wirtschafts- und Innovationsstandort weiter stärken wird.“
Mit dem Spatenstich beginnen nun die Arbeiten für die sogenannte Baufeldfreimachung und damit einhergehend eine umfassende Neugestaltung des Platzes. Die Baufeldfreimachung soll bis spätestens Ende 2028 abgeschlossen sein, in diesem Zuge wird die Stadt Halle (Saale) gemeinsam mit den Stadtwerke-Unternehmen HWS und EVH den Rückbau und die Neuverlegung von Versorgungsleitungen umsetzen. Der Verlauf der Volkmannstraße wird Richtung Osten an die Bahngleise verschoben. Zudem erhalten die Delitzscher Straße und der Hans-Dietrich-Genscher Platz eine verbesserte und großzügigere Fuß- und Radwegeanbindung. Für das Jahr 2029 ist der Rückbau der Spannbetonbrücken über den Riebeckplatz geplant. Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2028 sollen die Bauarbeiten des Bundes am Zukunftszentrum selbst beginnen. Die Eröffnung ist aktuell für das Jahr 2032 vorgesehen.
Als Partner der Stadt Halle (Saale) und der Stadtwerke ist die „ARGE Umbau Riebeckplatz“, bestehend aus der GP Verkehrswegebau GmbH und der STRABAG AG, als Totalunternehmer mit der Planung und Baufeldfreimachung beauftragt. Mit maßgeschneiderten Lösungen und Qualität gestalten beide Unternehmen mit insgesamt mehr als 700 Mitarbeitenden am Standort Halle (Saale) als Spezialisten im Straßen-, Tief-, Ingenieur- und Gleisbau seit über 30 Jahren Infrastruktur und Lebensräume der Region Mitteldeutschland mit.
Der Umbau des Riebeckplatzes ist mit 57,9 Millionen Euro veranschlagt, das Land Sachsen-Anhalt beteiligt sich mit rund 29 Millionen Euro über die Städtebauförderung des Straßenbaus.
Oberbürgermeister Dr. Vogt: „Der Riebeckplatz, der heute als autobahnähnlicher Verkehrsknoten Menschen eher durch die Stadt hindurchleitet als sie einzuladen, wird zu einem urbanen Lebensraum: mit mehr Grün, mit besseren Wegen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer. Wir denken ein heute hochproblematisches Areal komplett neu. Ohne die Verlässlichkeit unserer Bundes- und Landesregierung wäre dies so nicht möglich. Hier am Riebeckplatz agieren die verschiedenen staatlichen Ebenen Hand in Hand: Bund, Land und Kommune.“