Landschaftsschutzgebiete (LSG)
schlängelt sich am Fluss Saale entlang. Die Vielfalt der Landschafts- und Vegetationsformen und die oft mosaikartige Anordnung auf engem Raum machen den besonderen Reiz des LSG Saaletal aus. Viele zum Teil seltene und gefährdete Tierarten sind an diese Lebensräume angepasst.
Das LSG ist der größte und wertvollste Bereich des ökologischen Verbundsystems auf dem Gebiet der Stadt Halle (Saale) und vernetzt zahlreiche andere Schutzgebiete (Natura 2000-Gebiete, Naturschutzgebiete, flächenhafte Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile, besonders geschützte Biotope) miteinander.
wurde bereits am 17. Oktober 1952 ausgewiesen. Es nimmt eine Waldfläche von zirka 740 Hektar ein. Davon liegen zirka 680 Hektar im Stadtgebiet von Halle (Saale).
Ein Plateaurücken durchzieht die Dölauer Heide und überragt die Umgebung um mehr als zwanzig Meter. Die Plateauränder werden gegliedert durch Kerbtälchen und Erosionsschluchten. Die bekannteste Schlucht ist die Wolfsschlucht.
Zu den urgeschichtlichen Siedlungsspuren in der Dölauer Heide gehören auch Steinkistengräber aus der Jungsteinzeit. In neuerer Zeit hatte die Bergbautätigkeit großen Einfluss auf die Gestaltung des Geländes. Es bildeten sich Einsturztrichter und Restlöcher. Nach Beendigung des Bergbaues 1870 bis 1890 wurde das Gebiet mit Kiefern und teilweise mit Eichen sowie Buchen aufgeforstet. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Dölauer Heide von den Bürgern und Bürgerinnen zur Erholung genutzt.
Im Waldgebiet existiert eine reichhaltige Fauna mit typischen Wald- und Waldrandbewohnern. Rotmilan, Schwarzmilan, Mittelspecht und Wespenbussard sind hier zu finden.
Die Dölauer Heide ist ein Schutzgebiet der Europäischen Union. Die Wege in der Dölauer Heide dienen auch der notwendigen Bewirtschaftung des Waldes. Mit zeitweisen Einschränkungen zur Nutzbarkeit der Wege infolge von Waldbewirtschaftungsmaßnahmen ist zu rechnen.
Das LSG erstreckt sich nahezu ausschließlich über Flächen, welche zum ehemaligen Braunkohletagebau Bruckdorf gehörten. Der Bergbau hat die Landschaft stark verändert. Heute ist das Gebiet groß, wenig zerschnitten und nur selten durch Lärm oder andere Störungen beeinträchtigt. Die Böden sind nährstoffarm und das Gelände sehr abwechslungsreich. Dadurch verändert sich die Landschaft ständig auf natürliche Weise.
Viele Bereiche wurden nach dem Ende des Bergbaus nicht oder nur wenig rekultiviert. Stattdessen konnten sie sich natürlich entwickeln. So entstand im Osten der Stadt eine naturschutzfachlich wertvolle Landschaft mit seltenen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Die vielen unterschiedlichen Geländeformen auf engem Raum sorgen für ein abwechslungsreiches Landschaftsbild, das sich deutlich von der Umgebung unterscheidet.
Hier gilt es, das LSG von Bebauung freizuhalten und die Erholungseinrichtungen natur- und landschaftsverträglich zu nutzen.
Auch die besonderen Spuren des Bergbaus sollen erhalten bleiben. Dazu gehören Kippen, Halden, Böschungen und Restgewässer. Sie erinnern an den Braunkohletagebau und an eine wichtige Phase der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Halle (Saale) und soll bewusst bewahrt werden.
Besonderheiten:
Pionier- und Kippenwälder, Magerrasen und Wiesen, naturnahe Stillgewässer unterschiedlicher Größe und Struktur, einschließlich ihrer Ufer- und Verlandungsbereiche sowie Röhrichte
Tiere und Pflanzen:
Zauneidechsen, Neuntöter, ein Brutpaar des Kranichs, Spargelerbse